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Der G-Punkt Teil 3: Praxis & Technik

Der G-Punkt Teil 3: Praxis & Technik

G-Punkt Praxis & Technik: Wie du den G-Punkt sicher findest und richtig stimulierst

Der G-Punkt lässt sich nicht "anschalten". Er reagiert auf einen Zusammenschluss aus körperlicher Erregung, gezielter Stimulation, mentaler Entspannung und Geduld. Viele Unsicherheiten rund um den G-Punkt entstehen nicht durch fehlende Anatomie, sondern durch falsche Technik, zu hohe Erwartungen oder ungeeignete Reize.

Dieser Beitrag liefert eine fundierte, praxisnahe Anleitung: von der optimalen Vorbereitung über Positionen, Handtechniken und Toy-Nutzung bis hin zu häufigen Fehlern - und erklärt, warum manche Menschen den G-Punkt nicht sofort spüren, obwohl er anatomisch vorhanden ist.

1. Die richtige Vorbereitung: Warum Erregung entscheidend ist

Der G-Punkt ist kein dauerhaft empfindlicher Bereich. Seine Sensibilität entwickelt sich erst im Zustand sexueller Erregung. Ohne ausreichende Durchblutung bleibt die vordere Vaginalwand relativ glatt und reagiert kaum auf Druck.

Wichtige Voraussetzungen

  • ausreichende mentale Entspannung
  • langsamer Erregungsaufbau
  • gesteigerte Durchblutung des Beckens
  • natürliche Lubrikation oder Gleitgel

Studien zeigen, dass sich die G-Punkt-Region bei steigender Erregung sicht- und fühlbar verändert: Das Gewebe schwillt an, wird weicher und druckempfindlicher.

2. Positionen, die den Zugang zum G-Punkt erleichtern

Der G-Punkt liegt an der vorderen Vaginalwand, also zur Bauchdecke hin. Bestimmte Positionen erleichtern den gezielten Kontakt erheblich.

2.1 Solo-Positionen

  • Rückenlage mit angewinkelten Beinen erleichtert das Erreichen der vorderen Wand ideal für Finger- und Toy-Stimulation
  • Seitlage mit leicht angezogenen Knien entspannend gut für langsame Druckbewegungen
  • Hockposition oder leicht erhöhtes Becken (Kissen) verändert den Winkel verstärkt den Druck auf die G-Punkt-Region

2.2 Positionen zu zweit

  • Missionarsstellung mit Beckenunterstützung - Kissen unter dem Becken verstärkt den Kontakt
  • Reiterposition - ermöglicht Kontrolle über Druck und Rhythmus
  • Löffelchenstellung - besonders geeignet für langsame, intensive Stimulation

3. Handtechniken: Wie Finger den G-Punkt effektiv stimulieren

Die klassische Technik ist die sogenannte "Komm-her"-Bewegung.

3.1 Die Komm-her-Technik

Finger leicht beugen sanfter, rhythmischer Druck nach oben kein schnelles Rein-Raus

Fokus auf gleichmäßigen Druck Der G-Punkt reagiert stärker auf Druck und Rhythmus als auf Reibung.

3.2 Tempo und Druck

  • langsam beginnen
  • Druck schrittweise steigern
  • Pausen zulassen

Viele berichten, dass der G-Punkt erst nach einigen Minuten deutlich reagiert.

4. Toys vs. Handtechniken: Wann welches besser geeignet ist

Finger sind sensibel, aber schnell ermüdend. G-Punkt-Toys bieten klare Vorteile.

4.1 Vorteile von Handtechniken

  • direkte Rückmeldung
  • intuitives Anpassen
  • ideal zum Erkunden

4.2 Vorteile von G-Punkt-Toys

  • konstante Druckstimulation
  • anatomisch gebogene Form
  • tiefe Vibrationen (Rumble)
  • längere Stimulationsdauer

5. Tempo, Druck & Rhythmus: Die entscheidenden Faktoren


Warum langsam besser wirkt und gute Ergebnisse liefert, im Vergleich zu schnellen Bewegungen.

  • fördert Durchblutung
  • steigert Sensibilität
  • verhindert Überreizung
  • Empfohlene Abfolge
  • sanfter Kontakt
  • konstanter Druck
  • rhythmische Impulse
  • Intensitätssteigerung

Zu schnelle Bewegungen führen häufig dazu, dass der G-Punkt "abschaltet".

6. Häufige Fehler bei der G-Punkt-Stimulation

  • Fehler 1: Zu wenig Erregung

Ohne ausreichende Erregung bleibt der G-Punkt unempfindlich. Fokussiere dich nicht nur auf diesen Teil des Körpers, sondern trage zur zusätzlichen Erregung durch andere erogene Zonen am Körper bei. 

  • Fehler 2: Zu hohe Geschwindigkeit

Der G-Punkt braucht Zeit, keine Hast. Schnelle Bewegungen, gerade am Anfang des Vorspiels können unangenehm oder sogar schmerzhaft sein und sorgen für einen Stressfaktor statt Entspannung. Langsames Vortasten ist gefragt

  • Fehler 3: Falscher Winkel

Stimulation nach hinten statt nach oben verfehlt die Region. Der G-Punkt wird nicht oder nicht richtig Stimuliert oder der Harnweg wird stattdessen gereizt durch zu viel Reibung außerhalb. 

  • Fehler 4: Erwartungsdruck

Erwartungen blockieren Körperwahrnehmung. Man verkopft sich und kann nicht abschalten oder richtig genießen.

7. Körperwahrnehmung & Entspannung fördern

Der G-Punkt reagiert sensibel auf Stress. Hilfreiche Maßnahmen um das zu vermeiden sind: 

  • ruhige Atmung
  • bewusstes Spüren statt Zielorientierung
  • Beckenboden locker lassen
  • Augen schließen oder wenn dir das schwer fällt versuche es mit Masken oder Augenbinden, um einen zusätzliche Reiz zu schaffen.

Achtsamkeitsbasierte Sexualforschung zeigt:
Je weniger "geleistet" werden soll, desto intensiver reagiert der Körper.

8. Wenn der G-Punkt (noch) nicht spürbar ist

Ist das absolut normal, also sei nicht zu schnell frustriert. Mögliche Gründe dafür sind.

  • anatomische Variationen - geringe Durchblutung oder ein kleinerer Nerv können dazu beitragen.
  • psychische Blockaden - wenig Erfahrung oder daraus resultierender Stress können dich blockieren. Man verkopft sich zu sehr 

Wichtig zu wissen:

Der G-Punkt ist entwickelbar. Viele berichten, dass die Sensibilität mit regelmäßiger, druckorientierter Stimulation zunimmt.

9. Physiologische Reaktionen, die überraschen können

  • Druckgefühl oder Harndrang - Normal - entsteht durch Nähe zur Harnröhre.
  • Starke Emotionen - G-Punkt-Stimulation kann emotionale Reaktionen auslösen.
  • Weibliche Ejakulation - Ein möglicher, aber nicht notwendiger Effekt. Es ist auch bekannt als "squirting"

10. Fazit: Technik, Geduld und Wahrnehmung führen zu echten Ergebnissen

G-Punkt-Stimulation ist kein Trick, sondern ein Prozess. Wer den richtigen Winkel, konstanten Druck, langsames Tempo und mentale Entspannung kombiniert, kann diesen Bereich gezielt aktivieren.

Nicht jeder erlebt den G-Punkt gleich - aber nahezu jeder kann lernen, diese Region bewusster wahrzunehmen und in die eigene Sexualität zu integrieren.

Quellen & Literatur

  • Levin, R. J. (2014). The physiology of sexual arousal in women. Archives of Sexual Behavior.
  • Komisaruk, B. R., Whipple, B. (2011). Functional MRI of female sexual response. Journal of Sexual Medicine.
  • O'Connell, H. E. et al. (2005). Anatomy of the clitoris. Journal of Urology.
  • Brotto, L. A. (2018). Mindfulness and sexuality. Journal of Sex Research.
  • Masters, W. H., Johnson, V. E. (1966). Human Sexual Response. Little, Brown and Company.
  • Chivers, M. L. (2017). Sexual arousal and desire. Annual Review of Clinical Psychology.
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