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Der G-Punkt Teil 2: Anatomie und Wissenschaft

Der G-Punkt Teil 2: Anatomie und Wissenschaft

G-Punkt Anatomie & Wissenschaft: Der innere Klitoris-Komplex und warum der G-Punkt mehr ist als ein Punkt

Der G-Punkt fasziniert seit Jahrzehnten die Sexualforschung - und sorgt noch immer für Diskussionen. Lange Zeit wurde er entweder überhöht oder als Mythos abgetan. Heute ist wissenschaftlich klar: Der sogenannte G-Punkt ist keine isolierte Struktur, sondern Teil eines komplexen Systems aus Nerven, Drüsen und Schwellkörpern. Dieses System ist anatomisch real, hochsensibel und - korrekt stimuliert - extrem orgasmusfähig.

Dieser Beitrag taucht tief in die Anatomie ein und zeigt, wie der innere Klitoris-Komplex funktioniert, welche Strukturen bei der G-Punkt-Stimulation beteiligt sind, warum Menschen unterschiedliche Empfindlichkeiten haben und welche körperlichen Mechanismen für die intensiven Lustwellen verantwortlich sind.

 

1. Der innere Klitoris-Komplex: mehr als das sichtbare "Knöpfchen"

Die Klitoris ist das zentrale Organ für orgasmische Reaktionen. Allerdings zeigen Studien seit den 1990er-Jahren, dass nur ein kleiner Teil der Klitoris außen sichtbar ist. Der Großteil befindet sich im Körperinneren - und genau hier liegt die anatomische Grundlage des G-Punkts.

Bestandteile des Klitoris-Komplexes:

  • Glans (Eichel der Klitoris) - der äußerlich sichtbare Teil
  • Crura (Klitorisschenkel) - zwei etwa 7-9 cm lange, seitlich nach unten verlaufende Schwellkörper
  • Bulbi vestibuli (Klitorisbulben) - seitliche Schwellkörper entlang des Scheideneingangs

Der entsprechende Bereich der vorderen Vaginalwand, der sich bei Erregung nachweisbar verändert und als G-Punkt-Region bezeichnet wird

Querschnitt Vagina mit CLitoris

2. Warum der G-Punkt keinen "Punkt" darstellt

"G-Punkt" ist ein historischer Begriff, der auf Ernst Gräfenberg zurückgeht, der 1950 erstmals über besonders empfindliche Zonen in der vorderen Vaginalwand schrieb. Moderne Forschung zeigt jedoch, dass es sich nicht um ein einzelnes anatomisches Gebilde, sondern um eine funktionale Region handelt.

 

Diese Region besteht aus:

  • Nervenenden
  • Drüsen- und Schwammgewebe (einschließlich der Skene-Drüsen)
  • Anteilen der Klitoriswurzel
  • Bindegewebe und Durchblutungsstrukturen

Das Zusammenspiel dieser Elemente erzeugt das intensiv druckempfindliche Gefühl, das viele als "G-Punkt" bezeichnen.

 

3. Die Rolle der Skene-Drüsen und ihre Bedeutung für G-Punkt-Stimulation

Die Skene-Drüsen, oft als "weibliche Prostata" bezeichnet, liegen direkt hinter der vorderen Vaginalwand.

Ihre Funktionen:

  • Produktion von Flüssigkeit bei sexueller Erregung
  • Teilnahme an der sogenannten weiblichen Ejakulation
  • Hohe Nervenversorgung → starke Sensibilität bei Druck

Bei intensiver G-Punkt-Stimulation kann die Region anschwellen (durch verstärkte Durchblutung) und deutlich fühlbarer werden.

Warum das wichtig ist:

Diese Drüsen sind einer der Gründe, warum der G-Punkt nicht sofort spürbar sein muss. Viele Menschen bemerken ihn erst während fortschreitender Erregung.

 

4. Warum Druck so wichtig ist - und Streicheln oft nicht reicht

Im Gegensatz zur äußeren Klitoris, die stark auf Reibung reagiert, bevorzugt der G-Punkt:

  • Druck
  • Rhythmische, tiefe Vibrationen
  • Pulsierende Bewegungen
  • Eine "Komm-her"-Bewegung

Grund dafür ist die Zusammensetzung aus Schwammgewebe:

Bei gezieltem Druck wird die Region stärker durchblutet, schwillt an und wird dadurch noch empfindlicher.

 

5. Individuelle Unterschiede: Warum manche Personen den G-Punkt sofort spüren - und andere nicht

Die Ausprägung der G-Punkt-Sensibilität variiert stark.

 

Einflussfaktoren:

5.1 Anatomische Variationen

  • Unterschiedliche Größe der Klitorisbulben
  • Variierende Lage der Skene-Drüsen
  • Unterschiedliche Dicke des Gewebes in der vorderen Vaginalwand

 

5.2 Psychische Faktoren

  • Entspannung und Körperwahrnehmung
  • Stress und Vaginismus
  • Scham oder Unsicherheit beim Erkunden

 

5.3 Physiologische Faktoren

  • Erregungsgrad
  • Hormonelle Schwankungen
  • Zyklusphase
  • Durchblutung

Wichtig:

Studien bestätigen, dass auch Menschen, die den G-Punkt nicht als eigenen "Spot" wahrnehmen, dennoch von der Stimulation dieses Bereichs profitieren können.

 

6. Was im Körper passiert, wenn der G-Punkt stimuliert wird

Bei starker Erregung findet eine physiologische Kaskade statt:

 

  • 6.1 Schwellung des Gewebes

Mehr Blut strömt in die Bulben und die vordere Vaginalwand → der G-Punkt fühlt sich schwammig, teilweise geriffelt an.

 

  • 6.2 Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur

Die Region ist eng mit dem PC-Muskel verbunden. Bei Stimulation kommt es zu:

rhythmischen Kontraktionen

verstärkter Intensität der Orgasmuswellen

 

  • 6.3 Verbindung mit dem Nervus pudendus

Dieser Hauptnerv des Genitalbereichs leitet die starken Empfindungen an das Gehirn weiter.

 

  • 6.4 Möglichkeit der weiblichen Ejakulation

Die Skene-Drüsen entleeren sich über die Harnröhre.

 

7. Warum G-Punkt-Stimulation so tiefe, wellenartige Orgasmen erzeugen kann

Viele beschreiben G-Punkt-Orgasmen als:

  • tiefer
  • länger
  • wellenartiger
  • körperlicher
  • intensiver als rein klitorale Orgasmen

Der Grund:

Der innere Klitoris-Komplex und die G-Punkt-Region aktivieren mehr Muskeln, mehr Gewebe und andere Nervenanteile als äußerliche Stimulation allein.

Das bedeutet nicht, dass G-Punkt-Orgasmen "besser" sind - sie sind schlicht anders. Viele erleben sie als Ganzkörperreaktion, häufig begleitet von Wärmegefühlen, Muskelzittern, Druckabfall und einem starken Loslassmoment.

 

8. Missverständnisse rund um den G-Punkt - und was die Wissenschaft heute sagt

Mythos 1: "Jeder muss sofort einen G-Punkt finden."

  • Falsch. Die Sensibilität ist individuell und entwickelbar.

Mythos 2: "Der G-Punkt ist wissenschaftlich nicht real."

  • Veraltet. Moderne bildgebende Verfahren wie MRT und 3D-Ultraschall zeigen deutliche strukturelle Veränderungen der Region bei Erregung.

Mythos 3: "G-Punkt-Orgasmen gibt es nur bei bestimmten Körpern."

  • Falsch. Anatomische Variationen erklären Unterschiede, aber die Region existiert bei allen Personen mit Vulva.

 

9. Fazit: Der G-Punkt ist ein komplexes Lustsystem - und keine magische Stelle

Wer den G-Punkt versteht, versteht die innere Klitoris. Er ist ein Netzwerk aus Drüsen, Schwellkörpern und Nerven, das auf Druck und tiefgehende Vibration besonders intensiv reagiert.

Für viele Menschen eröffnet das Wissen darüber eine völlig neue Dimension der Sexualität - sei es solo oder gemeinsam. Die körperlichen Reaktionen sind real, nachvollziehbar und wissenschaftlich gut dokumentiert.

Grafiken, anatomische Abbildungen und eigene Körpererfahrung sind der Schlüssel, um die Mechanik zu verstehen und Unsicherheiten abzubauen.


Literatur & Quellen

  • O'Connell, H. E., Sanjeevan, K. V., & Hutson, J. M. (2005). Anatomy of the clitoris. Journal of Urology.
  • Puppo, V. (2011). Embryology and anatomy of the vulva: the female orgasm and women's sexual health. Clinical Anatomy.
  • Levin, R. J. (2014). The physiological mechanisms of female sexual arousal: a review. Archives of Sexual Behavior.
  • Foldes, P., Buisson, O. (2009). The clitoral complex: a dynamic sonographic study. Journal of Sexual Medicine.
  • Komisaruk, B. R., Whipple, B. (2011). Functional MRI of the human female sexual response. Annual Review of Sex Research.
  • Chivers, M. L. (2017). The science of sexual arousal. Annual Review of Clinical Psychology.
  • Gräfenberg, E. (1950). The role of urethra in female orgasm. International Journal of Sexology.
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